Anwendungsbereich
Diese Montagehinweise gelten als allgemeine Grundlage für montierbare Möbel und Gartenartikel aus dem LINDRAVOX-Sortiment, darunter Gartenbänke, Gartenliegen, Kleiderschränke, Nachttische, Pavillons, Schaukelstühle und Schminktische. Produktbezogene Bauteilkennzeichnungen und mitgelieferte Montagezeichnungen sind bei der Zuordnung der einzelnen Teile zu beachten.
Teile vor der Montage prüfen
Vor Beginn sind alle Bauteile, Schrauben, Verbinder, Beschläge und Zubehörteile auszulegen und auf Vollständigkeit sowie sichtbare Beschädigungen zu prüfen. Beschädigte tragende Teile, verbogene Beschläge oder gerissene Verbindungselemente sollen nicht montiert werden.
Bei fehlenden oder beschädigten Teilen kann der Kundenservice mit Bestellnummer, Artikelbezeichnung und einem Foto des betroffenen Teils kontaktiert werden.
Werkzeuge und Hilfsmittel
Für die Montage eignen sich die in der Produktverpackung vorgesehenen Werkzeuge sowie haushaltsübliche Montagewerkzeuge wie Schraubendreher, Innensechskantschlüssel, Maßband und Wasserwaage. Elektrowerkzeuge sind nur mit niedriger, kontrollierter Kraft zu verwenden, damit Gewinde, Holzwerkstoffe und Beschläge nicht überdreht werden.
Für eine Wandbefestigung sind Befestigungsmittel zu wählen, die zum jeweiligen Wandaufbau und zur zu erwartenden Belastung passen.
Montagepersonen
Große, schwere oder sperrige Bauteile sollen von zwei erwachsenen Personen bewegt und montiert werden. Eine zweite Person ist besonders bei Kleiderschränken, Pavillons, langen Seitenteilen und großen Tisch- oder Liegeelementen sinnvoll, damit Bauteile während der Verbindung stabil gehalten werden.
Montageort
Die Montagefläche soll eben, tragfähig, trocken und ausreichend groß sein. Empfindliche Oberflächen können durch eine saubere Decke, Kartonage oder eine andere flache Schutzunterlage vor Kratzern geschützt werden.
Bei Gartenmöbeln und Pavillons ist ein standfester Untergrund zu wählen. Montagearbeiten bei starkem Wind oder auf rutschigem Untergrund sind zu vermeiden.
Sicherheitsprüfung vor Beginn
Vor der Montage sind Stromleitungen, Wasserleitungen und andere Installationen im Bereich vorgesehener Wand- oder Bodenbefestigungen zu berücksichtigen. Vor Bohrarbeiten ist die Eignung der Stelle zu prüfen.
Kinder und andere Personen, die durch lose Kleinteile, schwere Bauteile oder Werkzeuge gefährdet werden könnten, sollen sich während der Montage nicht im unmittelbaren Arbeitsbereich aufhalten.
Persönlicher Schutz
Bei Bohr- oder Schraubarbeiten sind geeigneter Augenschutz und bei staubenden Arbeiten eine passende Staubschutzmaßnahme sinnvoll. Geschlossene Schuhe reduzieren das Verletzungsrisiko beim Umgang mit schweren Bauteilen.
Verbindungselemente
Es sind nur Verbindungselemente zu verwenden, die dem jeweiligen Bauteil zugeordnet sind und in Abmessung und Gewinde passen. Schrauben werden zunächst handfest angesetzt, damit sich die Bauteile ausrichten lassen. Die endgültige Befestigung erfolgt nach Ausrichtung der gesamten Baugruppe gleichmäßig und ohne Überdrehen.
Fehlende Schrauben oder Beschläge sollen nicht durch ungeprüfte Teile anderer Abmessung ersetzt werden. Bohrungen, tragende Teile und Verbindungspunkte sollen nicht eigenmächtig verändert werden.
Montageablauf
- Bauteile nach Kennzeichnung und Funktion sortieren.
- Rahmen, Seiten oder tragende Grundelemente auf einer ebenen Fläche anordnen.
- Hauptverbindungen zunächst locker zusammenfügen, damit die Konstruktion ausgerichtet werden kann.
- Zwischenböden, Streben, Rücken- oder Querverbinder in der vorgesehenen Reihenfolge einsetzen.
- Türen, Schubladen, Sitz- oder Liegeelemente erst nach Ausrichtung des tragenden Grundkörpers montieren.
- Alle Verbindungen schrittweise und gleichmäßig festziehen.
- Kippgefährdete Möbel mit einer geeigneten Wandbefestigung am tragfähigen Untergrund sichern.
- Bei Pavillons vorgesehene Bodenverankerungen an einem geeigneten Untergrund befestigen.
- Bewegliche Teile auf freien Lauf prüfen und Kontaktstellen auf ausreichenden Abstand kontrollieren.
Kippschutz bei hohen Möbeln
Kleiderschränke, hohe Regalelemente, Schminktische mit hohem Aufbau und andere kippgefährdete Möbel sind mit einer für Wandmaterial und Möbelgewicht geeigneten Kippsicherung zu befestigen. Das Möbel soll vor der Nutzung lotrecht ausgerichtet werden.
Schwere Gegenstände werden in hohen Möbeln vorzugsweise in unteren Bereichen gelagert. Türen oder Schubladen sind nicht als Trittstufe oder Kletterhilfe vorgesehen.
Pavillons und Außenmöbel
Ein Pavillon ist auf einem ebenen und tragfähigen Untergrund aufzustellen und an den vorgesehenen Punkten zu verankern. Lose Verbindungen, nicht befestigte Dach- oder Seitenelemente und unzureichende Bodenverankerungen erhöhen die Belastung einzelner Bauteile.
Bei außergewöhnlicher Wind- oder Wetterbelastung sind lose textile oder abnehmbare Teile entsprechend ihrer Konstruktion zu sichern oder abzunehmen.
Häufige Montagefehler
- Schrauben werden bereits zu Beginn vollständig festgezogen und verhindern die spätere Ausrichtung.
- Linke und rechte Bauteile werden vertauscht.
- Verbinder werden schräg angesetzt und beschädigen Gewinde.
- Möbel werden auf unebenem Untergrund fest verschraubt und stehen anschließend unter Spannung.
- Kippsicherungen oder Bodenverankerungen werden ausgelassen.
- Verpackungsmaterial verbleibt zwischen tragenden Kontaktflächen.
Abschlussprüfung
Nach der Montage sind alle Schraubverbindungen, Verriegelungen, Scharniere, Rollen, Gelenke und tragenden Verbindungen zu kontrollieren. Das Möbel soll ohne erkennbare Verwindung aufstehen und bei leichter Belastung stabil bleiben.
Türen und Schubladen werden einzeln geöffnet und geschlossen. Schaukel- und Liegefunktionen werden zunächst ohne zusätzliche Last langsam bewegt. Bei ungewöhnlichem Spiel, Reibung oder Geräusch ist die betroffene Verbindung vor der weiteren Nutzung zu prüfen.
Erste Nutzung und regelmäßige Kontrolle
Nach den ersten Nutzungen empfiehlt sich eine erneute Kontrolle der zugänglichen Schraub- und Steckverbindungen. Bei Möbeln mit beweglichen Teilen und bei Außenmöbeln sind Verbindungen in angemessenen Abständen sowie nach Umstellen, starkem Wetter oder längerer Lagerung zu prüfen.
Lockere Befestigungen werden vor der weiteren Nutzung nachgezogen. Beschädigte tragende Teile werden nicht weiter belastet, bis eine geeignete Lösung geklärt ist.
Fehlersuche
Steht ein Möbelstück nicht eben, sind zunächst Untergrund, Bauteilausrichtung und gleichmäßiger Sitz der Verbindungen zu prüfen. Klemmen Türen oder Schubladen, werden Korpusausrichtung, Scharniere und Führungselemente kontrolliert. Bei nicht lösbaren Montageproblemen kann der Kundenservice mit Fotos der betroffenen Stelle und der Bestellnummer kontaktiert werden.